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Dan Sambra / Administrator

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Thursday, June 11th 2015, 3:09pm

1745 and later: Sulina, Moscheea

1745-1859: Sulina, Moscheea

Sursa #1: Carti vechi, corabii, reisi, negutatori si diplomati / Dunarea de Jos, 1745-1856
Autor: Tudose Tatu
Editura Istru, 2005

Quoted from "Tatu..."

Capitolul: Sulina englezeasca ... la 1856

Biserica ortodoxă din Sulina se pare că luase locul în privinţa credinţei şi legăturilor cu cerul şi tăriile sale, fostei moschei turceşti sau geamiei ridicate de Beşir Aga ori de urmaşul său Ishak Aga.

Cu cât succes? Nu ştim! Dar ca o simplă observaţie. Cucerirea politică a Deltei Dunării de ruşi după 1829 a implicat desigur şi eliminarea ideologică şi în ale credinţei a inamicului.

Poate că deja moscheea se năruise fiind ridicată din lemn ori ruşii se ajutaseră de elementele ortodoxe, hoaţe şi naţionaliste din Sulina, pentru reducerea adversarului sufletelor în nefiinţă. Istoria aceasta însã o lăsăm pentru mai târziu!


Sursa #2: 1785: Über die neu angetragenen Werke bey der Donau-Mündung zu Sunia - Detaliu plansa V: Moscheea


2005: Tudose Tatu /// 1785: Brognard - Plansa V (detaliu)


Sursa #3: Die Gartenlaube, 1859 - Vol . 27

Quoted from "Gartenlaube_Vol_27"

1859: Pagina de titlu, vol. 27



Sulina, 1859


Detaliu: malul drept / sud. Farul si moscheea, 1859
Reiseskizze von dr. Wilhelm Hamm

Es war jetzt ungefähr zehn Uhr Vormittags – das Gewühl in den Straßen ärger als je zuvor, überall wurde gespielt, getrunken, getanzt; jeder dritte Mensch hielt ein Kartenspiel in der Hand, auch die edlen Würfel klapperten in den hölzernen Bechern, und die Billards waren umdrängt von Amateurs.

Dabei brodelte und schmorte es über unzähligen Feuern – in Sulina kann man bequem jedem Haus, was gleichbedeutend ist mit jeder Küche, in den Topf gucken – und ein sättigender Duft von Oel und Fisch lagerte wie ein Nebel schwer auf dem ganzen Umkreis.

Dazu der Qualm aus Tausenden von Wasserpfeifen, Tschibuks, Papyros und österreichischen Rattenschwänzen, der Dampf der heißen Getränke, welche trotz einer Temperatur von 32° R. im Schatten mit Profusion consumirt wurden, der Rauch des gewöhnlichen Brennmaterials, das salva venia aus Mist besteht, verbunden mit den Ausdünstungen der Schiffe, Fische, Sümpfe, Menschen – und man wird zugeben, daß in einer derartigen Atmosphäre der civilisirte Reisende gar keinen Hunger bekommen kann.

Denn größer war unser Durst, und wir sahen uns fleißig nach Löschmitteln um. An anderes Wasser, als das der Donau, ist hier nicht zu denken, glücklich noch, wenn es nur einigermaßen filtrirt ist; gewöhnlich hat es die Temperatur der frisch gemolkenen Milch und das Ansehen, als sei es von einem Topf voll grüner Farbe abgegossen.

Zu Thee und Kaffee nimmt man Regenwasser, welches in Fässern aufgefangen und bewahrt wird. Eis ist hier ein ganz seltener Artikel, denn aus Mangel an Kellern ist es nicht zu halten, und die Anlage oberirdischer Eisbehälter kennt man noch nicht.

Spähend wanderten wir die Hauptstraße entlang, aber alle Locanden waren so dicht gedrängt voll Menschen, sahen so schmierig aus, daß wir, Besseres hoffend, immer weiter zogen. So kamen wir in den äußersten Stadttheil gen Westen; hier ward es stille, sogar sauberer, ein Trottoir von Bohlen lief neben dem Sumpf der Straße her und überbrückte einige Moorbäche, die sich aus dem Urwald des Schilfes der Donau zuwälzten.

Ein zweistöckiges Haus, natürlich ganz aus Holz erbaut, zog die Aufmerksamkeit an. Das untere Geschoß war verschlossen, zu dem oberen, das mit einer überdachten Gallerie rings umgeben war, führte eine steile hölzerne Treppe. Auf jener saßen rund umher bärtige Türken wie Automaten und rauchten ihre Nargilehs; ohne viele Umstände stiegen wir hinauf und traten in einen großen Saal, der die ganze Etage ausfüllte, Wir befanden uns in einem türkischen Han.

Einfacheres kann es nichts geben, als die Einrichtung eines solchen Gasthauses; das ganze Meublement besteht aus einer an drei Wandseten des Gemachs hinlaufenden breiten hölzernen Pritsche, die als Bett, Divan und Tisch dient.

Hier saßen und lagen Türken jeden Alters und Standes; der Eine in süßer Ruhe, der Andere im Begriff, Toilette zu machen und d?n Turban um den Kopf zu winden, der Dritte mit ernster Miene seine Pfeife vorbereitend; man hätte denken sollen, unser plötzlicher Eintritt habe Verwunderung, Mißfallen erregen müssen – keineswegs, nur einen gleichgültigen Blick warfen die berechtigten Gäste auf die Eindringlinge, dann wurden diese nicht weiter beachtet.

Nichts von jener dummen Neugier, die sich in öffentlichen Localen gewisser Städte des Abendlandes sogleich in allen Gesichtern spiegelt, wenn ein Fremder sich dahin verirrt; nichts von der unverschämten Zudringlichkeit, welche ein Examen beginnt mit Jedem, der das Unglück hat, in ihre Nähe zu gerathen; nichts von der Genialität gebildeter Kellner, die sich die Zähne stochern, wenn der Gast nach Bier schreit, wie der Hirsch nach frischem Wasser.

An der vierten Wand des Saales, neben der Eingangsthüre, hatte der unentbehrliche Kafeewirth sein Büffet aufgeschlagen; es ist wahr, es sah etwas ärmlich aus und entsprach keineswegs den Anforderungen der Reinlichkeit, immer aber noch besser, wie in den fränkischen Locanden.

Wir verlangten Kaffee; aus einer zinnernen Dose schüttete der Garcon das dunkelbraune, mehlfein zermahlene Pulver in die kleine, einem halben Ei ähnliche Tasse, ließ heißes Wasser darauf laufen, daß das Getränk schäumend emporwallte, und das Labsal war fertig.

Es mundete trefflich und die anwesenden Türken schienen sich über unsere sichtbare Approbation zu freuen. Der Divan – um hochtrabend zu reden – der linken Seite des Saales war von einer Gruppe egyptischer Marinesoldaten eingenommen. In diesem Augenblick ließ sich Einer von ihnen, ein junger, frischer Bursche mit mehreren Medaillen auf der Brust, die Guzla reichen, die kleine persische Laute mit gekrümmtem Hals und mit nur drei Metallsaiten bezogen, und zu dem eintönigen Geklimper derselben begann er mit lauter, etwas von der rauhen Seeluft belegter Stimme einen merkwürdigen Gesang, dessen Melodie sich in nur wenigen Noten bewegte.

Leider verstanden wir kein Wort davon, aber der Text, der augenscheinlich imvrovisirt und an uns gerichtet war, schien den allgemeinen Beifall zu erwecken.

Lustig nickten die Krieger darein, die entfernter Placirten näherten sich, draußen auf der Gallerie erhoben sich die phlegmatischen Osmanlis, und ihre bärtigen Gesichter unter den bunten Turbanen bildeten einen höchst frappanten Hintergrund.

Da waren wir mitten in Gulistan, und der Schenke kredenzte sodann, um das Märchen abzurunden, königlichen Scherbet in diamantenen Pokalen – aber ach, es zog uns sofort mit Gewalt in die alltägliehe Wirklichkeit zurück. Es war eine Art fader Mandelmilch, matt wie Louisens Limonade, und die Gläser, worin dieser altberühmte Trank scrvirt ward, waren mit ganz Anderem incrustirt, als mit Smaragden und Topasen.

Ich wandte mich nach dem Versuch mit Ekel ab, da reichte mir gutmüthig ein Sohn des alten Nil den kurzen Tschibuk voin eigenen Munde weg, wobei er die ganz untürkische Aufmerksamkeit hatte, die kugelige Hornspitze mit Etwas abzuwischen, das er unter der Brustwattc des Waffenrocks hervorzog, und worüber ich noch im Zweifel bin, ob es ein Gewehrputzlumpen oder ein ähnliches Utensil der Reinlichkeit war; laut schrie ich ihm auf Deutsch zu, sein Mund ekele mich weniger an/ wie alles Andere – worauf, als hätten sie’s verstanden, ein heller Ausbruch fröhlichen Gelächters folgte.

Dann kam ein zweiter Wohlthäter, hob den Deckel von einer gläsernen, im Laufe der Zeit milchig trüb gewordenen Vase und lud uns ein, zuzulangen, indem er fortwährend ausrief: „Rachat Lokum – buono, buono"

Aber auch der süßliche Pomadengeschmack dieser rosenrothen Gallerte, einer im ganzen Orient berühmten Leckerei, vermochte uns nicht mehr zu fesseln. Wir verabschiedeten uns von den freundlichen Insassen des Han’s; ringsum ertönte in tiefen Gaumenlauten das „Salam alaichum“ – die Alten auf der Gallerie nickten mit den Köpfen, wie chinesische Pagoden – und fernhin scholl noch der monotone Wollgesang zur Laute, vielleicht ein Abschiedslied für die Fremdlinge.

So nahmen wir doch eine hübsche Erinnerung aus Sulina mit.

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